Wer die Aufgabe der Mitarbeiterführung übernommen hat, stellt schnell fest, dass nun neue Kriterien zum Erfolg führen. Das vorhandene Fachwissen bildet zwar eine gute Basis. Vorrangig werden nun persönliche Verhaltensmuster, kommunikative Fähigkeiten sowie die Kenntnis und Beherrschung der wichtigsten Führungsinstrumente. Ebenfalls entscheidend ist die Fähigkeit, Mitarbeitende ziel- und ergebnisorientiert führen und auch immer wieder motivieren zu können.
Führung beruht auf einigen Grundsätzen, welche in den einzelnen Unternehmungen verschieden zum Tragen kommen. Nicht jeder Grundsatz kann von jedem Mitglied eines Führungsteams in gleichem Masse umgesetzt werden, da verschiedene Kompetenzen und Verantwortungen bestehen. Hingegen kann jedes Führungsmitglied durch die eigene Aktivität positiven Einfluss auf die Gesamtführung eines Unternehmens nehmen.
1. Anderen zu erreichende Ziele klar aufzeigen können
Unabhängig davon, was geführt wird – es führt immer zu einem Ziel.
Wenn Sie Menschen führen wollen, müssen Sie demzufolge auch hier ein Ziel haben und dieses auch „den zu führenden“ Menschen mitteilen können.
2. Andere bei dieser Zielerreichung zu unterstützen
Auch wenn Ihre Mitarbeitenden klar erkannt haben, welches die Ziele und die Wege dazu sind, müssen Sie unterstützend zur Seite stehen. Nur schon das Wissen um Ihre Unterstützung gibt Ihren Mitarbeitenden Sicherheit bei der Ausführung der Aufgaben. Wenn Ihre Mitarbeitenden sich also nicht scheuen, bei Unsicherheiten nachzufragen, vermeiden Sie, dass Mitarbeitenden einen falschen Weg beschreiten, nur weil sie sich nicht zu fragen getrauten.
3. Andere zu Zielen leiten und Leitplanken klar erkennen lassen
Auch wenn Sie wie im vorangegangenen Beispiel sich mittels Navigationssystem oder Wanderkarte zu einem Ziel führen lassen, den Weg dazu müssen Sie immer noch selbst bewältigen.
Wenn Sie Menschen führen, müssen Sie diese auch auf dem Weg zum Ziel begleiten und klar erkennen lassen, welcher Spielraum – Leitplanken – ihnen zur Verfügung steht. Diese Leitplanken sind deshalb besonders wichtig, da der Mensch grundsätzlich dazu neigt herauszufinden, wo diese sind und immer mal wieder versuchen, diese zu überschreiten.
4. Andern gegenüber Neutralität und Objektivität bewahren
Wir Menschen neigen auf Grund unserer Gefühle manchmal zu sehr schnellen Urteilen und Vorurteilen. Auch die zwischenmenschlichen Sympathien und Antipathien führen uns oft in eine falsche Richtung. Führungspersonen müssen zwingend neutral bleiben. Sie müssen sich bei ihren Handlungen der Konsequenzen bewusst sein. Entscheidungen dürfen nur auf Grund von Fakten und nach reiflichen Überlegungen getroffen werden.
4. Anderen gegenüber ein klares Vorbild sein
Menschen orientieren sich seit ewigen Zeiten an Idealen. Besonders Menschen in Führungspositionen können durch ihr eigenes Verhalten das Verhalten ihrer Mitarbeitenden stark beeinflussen. Die Akzeptanz kann nur erreicht werden, wenn das was man sagt auch selbst gelebt wird. Positives Denken und Handeln ist hier ein zentrales Thema. Sich selbst beherrschen im eigentlichen Sinne des Wortes trägt viel zum Erfolg bei. Die wichtigsten Punkte, welche zu einem Vorbild gehören sind beispielsweise:
5. Andere grundsätzlich positiv beeinflussen = positives Arbeitsklima schaffen
Wer mit Freude arbeitet, leistet nicht nur wesentlich mehr, sondern ist allgemein ein „angenehmerer“ Mensch. Die Arbeitszeit umfasst rund ein Drittel unseres aktiven Lebens. Sie soll deshalb auch in einem gesunden Klima stattfinden können. Den Mitarbeitenden soll am Arbeitsplatz auch ein Stück persönliche Freiheit eingeräumt werden können.
Führungspersonen nehmen da eine ganz besonders wichtige Position ein. Sie können durch ihr Führungsverhalten das Wohlbefinden der Mitarbeitenden massgeblich beeinflussen.