Informationen zu Arbeit, Pausen, Rahmenbedingungen
Detaillierte Informationen sind ein gutes Mittel, um das Vertrauen des Kunden von Beginn weg zu fördern. Für Handwerker ist die beim Kunden zu erledigende Arbeit Alltag. Für den Kunden ist es eine ganzspezielle Situation, in welcher die verschiedensten Gefühle ablaufen. Der Handwerker weiss genau was er macht oder machen wird. Der Kunde hat im Regelfall keine Ahnung, höchstens eine Vorahnung, welche auch nicht immer positiv sein muss. Versetzen Sie sich in Situation, wenn bei Ihnen zuhause ein Handwerker kommt und etwas montieren oder reparieren muss, von dem Sie selbst fachlich keine Ahnung haben.
Informationen zur Arbeit
- Erklären Sie nach der Begrüssung als Erstes Schritt für Schritt, wie Sie Ihre Arbeiten durchführen werden.
- Sprechen Sie in einer für den Kunden verständlichen Ausdrucksform, d.h. vermeiden Sie Fachbegriffe oder erklären Sie diese.
- Falls möglich, definieren Sie den wahrscheinlich benötigten Zeitrahmen. Sagen Sie lieber etwas mehr, denn es kann immer etwas dazwischen kommen. Wenn Sie länger brauchen als vorhergesagt, steigen beim Kunden bereits unnötige Befürchtungen.
- Sollte wirklich etwas Unvorhersehbares dazwischen kommen, informieren Sie den Kunden umgehend.
Informationen zu Pausen / Abwesenheiten
Es ist zwar klar, dass auch Sie zwischendurch etwas essen müssen. Verschwinden Sie aber trotzdem nicht einfach. Am besten informieren Sie den Kunden im Anschluss an die Informationen zu Ihrer Arbeit auch gleich über Ihre Abwesenheitszeiten.
Informieren Sie den Kunden
- über Ihre allfälligen Znüni-Pausen
- über Ihre Mittagspause – auch wann Sie wieder kommen werden
- wenn Sie den Arbeitsplatz verlassen müssen um ein spezielles Teil, Werkzeug, etc. zu holen
- am Feierabend
- um welche Uhrzeit Sie am nächsten Tag wieder kommen – bei mehrtägigen Einsätzen
Es ist für den Kunden ein äusserst unsicheres Gefühl, wenn plötzlich keine Handwerker mehr im oder am Haus sind.
Informationen zu Rahmenbedingen
Ja nachdem welche Arbeiten Sie beim Kunden ausführen, kann es für ihn entsprechende Nebenerscheinungen haben:
- Lärm verursachen, wie beispielsweise Bohren
Fragen Sie den Kunden: „gibt es einen Zeitpunkt, bei dem es für Sie ungünstig wäre, wenn wir Lärm verursachen?“
Der Kunde weiss zwar, dass Ihre Arbeit mit Lärm verbunden ist. Fragen Sie ihn trotzdem, denn dies ist eine Form der Wertschätzung. Gleichzeitig können Sie – wenn nötig – Ihre Arbeit entsprechend planen. - Strom abstellen
Informieren Sie den Kunden mindestens ½ Stunde vorher, auch wenn Sie das bei der Begrüssung bereits erwähnt haben. Damit hat er Gelegenheit noch etwas zu erledigen oder den Computer richtig herunterzufahren. - Wasser abstellen
Informieren Sie wie beim Strom. Bieten Sie dem Kunden an, dass Sie ihm Wasser in einem Gefäss bereitstellen. Das Gefäss darf auch vom Kunde selbst sein, optimaler Weise haben Sie aber einen entsprechenden Kanister mit Auslauf dabei. - Strom / Wasser benötigen
Fragen Sie den Kunden, wo Sie Ihr elektrisches Werkzeug einstecken oder Wasser holen können. - Toilette benötigen
Wenn Sie längere Zeit beim Kunden arbeiten, benötigen Sie zwischendurch sicher die Toilette. Ebenso kann es sein, dass Sie nach getaner Arbeit die Hände waschen müssen. Fragen Sie den Kunden, ob Sie die Toilette benützen dürfen – bei mehren, welche.
Tipps zum Umgang mit den Nachbarn
- Grüssen Sie die Nachbarn des Kunden freundlich – sie könnten ja auch Kunden von Ihnen sein oder werden.
- Parkieren Sie nur auf freien Flächen, stellen Sie Ihr Fahrzeug nicht vor fremden Garagentoren und Ausfahrten ab.
- Müssen Sie auf einem fremden Platz stehen, führen Sie unbedingt ein Informationsschild mit und stecken Sie dieses gut leserlich hinter die Windschutzscheibe. Darauf notieren Sie Ihre Mobilnummer oder den Namen des Kunden, bei dem Sie zu finden sind.
- Kontaktieren Sie Nachbarn und bereiten Sie diese auf mögliche Störungen vor – inklusive Entschuldigung und Visitenkarte.
- Wenn Sie im Haus Strom oder Wasser abstellen müssen, informieren Sie die Nachbarn im Vorfeld, gegebenenfalls auch den Hausmeister und geben Sie danach wieder Entwarnung.
Das klingt manchmal aufwendig, macht aber den kleinen entscheidenden Unterschied aus.