Mitarbeitercoaching – Sind Sie als Coach für Ihre Mitarbeitenden geeignet?

Immer mehr Führungskräfte versuchen sich in der Rolle des Coaches. Von den Mitarbeitenden erwarten sie einen Vertrauensvorschuss, den diese so nicht geben können. Unberücksichtigt bleiben dabei meist Hierarchie und Abhängigkeitsverhältnisse im Unternehmen. Zudem wird gern übersehen, dass Coaching eine neue Qualität in der Mitarbeiterführung darstellt und Fähigkeiten erfordert, die mit Führungsqualitäten nicht immer Hand in Hand gehen. Mitarbeitende öffnen sich in bisher verdeckten Bereichen, sie gelangen auf Ebenen, die noch nicht betreten wurden. Coaching verlangt, dass man sich bewusst auf ein neues Verständnis von Führung, Firma und Mitarbeitenden einlässt.

Coaching in Firmen ist ein Prozess, in dem Mitarbeitende die Chance und den Freiraum haben, berufliche Themen anzusprechen. Gerade deshalb ist es notwendig, zwischen Führung und Coaching zu trennen. Eine Vermischung beider Kompetenzen schadet der Firmenkultur. Coaching ist ein Verfahren für Kompetenzzuwachs und wirkt direkt oder indirekt auf die Zielerreichung. Führung ist ein Verfahren zur Zielerreichung, das sich direkt oder indirekt des Coachings bedient.

Als Führungskraft sollten Sie die Fähigkeiten Ihrer Mitarbeitenden erkennen und ausbauen können. Mit Hilfe eines Coachings können Sie Ihre Mitarbeitenden unterstützen, deren Selbstverantwortung und unternehmerisches Denken zu fördern.

Dabei ist es beim Coaching auch möglich, dass Sie selbst - als Vorgesetzte - die Rolle des Coaches bei Ihren Mitarbeitenden übernehmen. Vorteil: Sie kennen die innerbetrieblichen Umstände der Organisation am besten. Sie sind zeitlich verfügbar und kostengünstiger als ein externer Coach.

Ob Sie als Coach für Ihre Mitarbeiter geeignet sind, können Sie anhand des folgenden Selbsttest rudimentär überprüfen:

Ja

Nein

Sie sind in der Lage, sich in Ihre Mitarbeiter hineinzuversetzen.

Sie sind imstande, schnell eine Vertrauensbasis herzustellen.

Sie sind diskret.

Sie können gut zuhören.

Sie sind in der Lage, Ihr Verhalten zu reflektieren, und sind zur Selbstkritik fähig.

Sie kennen Ihre eigenen Grenzen.

Sie behalten auch in Konfliktsituationen den Überblick.

Sie haben die nötige professionelle Distanz zu Ihren Mitarbeitern.

Sie sind fähig, die Stärken Ihrer Mitarbeiter ausreichend zu würdigen.

Sie sind in Fragen des Selbst- und Zeitmanagements kompetent.

Zählen Sie alle mit Ja beantworteten Fragen zusammen.